Glossar

AffolterKonzept
Diese therapeutische Herangehensweise wurde von der Schweizer Psychologin und Psychotherapeutin Felicie Affolter entwickelt und findet besonders bei stark wahrnehmungsgestörten Patienten Anwendung. Indem der Therapeut die Bewegungen des Patienten bei alltäglichen Handlungsabläufen führt, werden die Reize besser wahrgenommen, wodurch ein Lernprozess stimuliert werden kann.

Auditive Aufmerksamkeit
Die auditive Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit, akustische Informationen aufzunehmen und sich darauf zu konzentrieren.

Frostig Konzept
Dieser Förderansatz für Kinder mit Störungen der Wahrnehmungsverarbeitung wurde von Marianne Frostig entwickelt. Er findet in Pädagogik und Therapie Anwendung. Durch spezielle Diagnostik und Förderung, besonders der visuellen Wahrnehmungsverarbeitung, soll Lernstörungen im Schulalter begegnet werden.

Hörwahrnehmungstraining nach Fred Warnke
Fred Warnke entwickelte spezielle therapeutische Verfahren und Techniken, durch die insbesondere Hörverarbeitungsstörungen behandelt werden können. Die Methode basiert auf der Erkenntnis, dass Störungen der zentralen Hörverarbeitung und der Sehverarbeitung im frühen Kindesalter ursächlich an der Entstehung verschiedener Lernschwierigkeiten, vor allem der LeseRechtschreibSchwäche, beteiligt sind. Durch das Training mit speziellen Geräten (z.B. Brainboy oder Lateraltrainer) lassen sich die Leistungen in verschiedenen Bereichen der zentralen Hörverarbeitung und teilweise der Sehverarbeitung steigern. Durch die Kombination mit speziellen Strategien des Leseund Schreibaufbaus mit dem Lateraltrainer können diese Leistungen direkt gesteigert werden. Vor Behandlungsbeginn erfolgt eine ausführliche Befunderhebung
(Prüfablauf nach Warnke).

Kognitivtherapeutische Übungen nach Perfetti Kognitivtherapeutische
Übungen nach Perfetti sind eine Therapieform, die bei der Rehabilitation von neurologischen Störungen (besonders Schlaganfall) angewendet werden. Der Patient muss sich dabei auf seine sensomotorische Wahrnehmung (vorwiegend Tastsinn und Tiefensensibilität) konzentrieren. Die geistige (kognitive) Verarbeitung dieser Wahrnehmung bildet die Grundlage für spätere nichtpathologische, eigenaktive Bewegungen. Die Entwicklung dieses Therapiekonzeptes wird auf den italienischen Neuropsychologen Carl Perfetti zurückgeführt.

Motopädie nach Kiphard / Psychomotorik
Unter diesen Begriffen versteht man eine Therapieform, die von der funktionellen Einheit von psychischen und motorischen Vorgängen ausgeht. Ernst J. Kiphard hat maßgeblichen Anteil an ihrer Entwicklung. Anwendung findet sie besonders bei Kindern mit Bewegungsund Verhaltensauffälligkeiten.

Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation (PNF)
Diese Methode findet besonders in der Neurologie Anwendung, z.B. bei Schlaganfallpatienten. Durch Stimulation der Druckund Dehnungsrezeptoren in Muskeln, Sehnen und Gelenken in einer festgelegten Reihenfolge wird eine Muskelkontraktion oder entspannung
bewirkt.

SDAT
SDAT ist die Abkürzung für senile Demenz vom Alzheimer Typ. Es handelt sich dabei um einen durch Altersschwäche hervorgerufenen Verlust bereits erworbener geistiger Fähigkeiten.

Sensorische Integrationsterapie nach Dr. Jean
Ayres

Sensorische Integration (SI) ist ein anderes Wort für Wahrnehmungsverarbeitung und bedeutet, dass die aufgenommenen Informationen aus den Sinnessystemen so genutzt werden können, dass situationsangemessene Handlungen möglich sind. SI ist ein lebenslanger, sich an immer neue innere und äußere Anforderungen anpassender Wachstumsprozess im Nervensystem. Bei Störungen der SI wird Handeln und Lernen schwierig und Kinder verlieren durch häufige Misserfolge ihren Mut und ihre Experimentierfreude, wagen sich nicht an neue Aufgaben und Herausforderungen heran. Als Folge haben sie z.B. Schwierigkeiten allein zu spielen und können depressives oder auch agressives
Verhalten zeigen. Nach einer speziellen Diagnostik (gezielten und standardisierten Beobachtungen) wird eine individuelle, gezielte Therapie durchgeführt, die die Sensorische Integration anregen und ins Gleichgewicht bringen soll, so dass ein Selbstregulationsprozess entstehen kann. Positive Auswirkungen zeigen sich oft in verschiedenen Bereichen, wie z.B. gestärktem Selbstvertrauen, größerer Handlungskompetenz, mehr Selbständigkeit und höherer Motivation. Die Bewegungsfreude und sicherheit und das Vertrauen in die eigenen Bewegungsmöglichkeiten können gefördert werden

vaskuläre Demenz
Vaskuläre Demenz ist eine Demenz (Verlust erworbener geistiger Fähigkeiten) in Folge von Durchblutungsstörungen im Gehirn.